Düsseldorf, 2003 Lehrauftrag, Universität Wuppertal, Preise und Stipendien: 1999 Publikumspreis, Bergische Kunstausstellung Museum Baden Solingen, 2000 Emprise Art Award, 1. Preis NRW Forum Düsseldorf, 2002 Projektstipendium (ifa), für die Biennale Dakar, 2005 2. Preis der ev. Kirche Essen, 2007 Deutscher Fassadenpreis für „Transformation Licht“, 2008 Kunst am Bau, Wettbewerb der Sparkasse Gütersloh,
Realisierung der Arbeit „Potentiale“
www.anneberlit.de

Potentiale

Idee: Die Glaswandgestaltung „Potentiale“ trennt die neu gestalteten Büro- und Besprechungsräumlichkeiten der Sparkasse Gütersloh von dem zentral gelegenen öffentlichen Fluktuationsraum ab. Der 2m breite Wortriegel garantiert Anonymität für Kunden und Mitarbeiter. Einer Zellmembran gleich ermöglicht die Glaswandgestaltung, dass Licht und Bewegungen wahrgenommen werden und so Neugier, Spannung und Ideen erzeugen.
Die Auswahl der Worte und Statements für „Potentiale“ ist der Website der Sparkasse Gütersloh entnommen. Es handelt sich um ein an den Kunden orientiertes Vokabular, das die Handlungskompetenz  und die Möglichkeiten einer optimalen Betreuung in allen Bereichen des Bankwesens aufzeigt.
Ziel ist  es eine durchlässige Struktur mit engem Bezug zu den Inhalten der Sparkasse zu schaffen. Die Worte erschließen sich bei näherer und genauerer Betrachtung und Lesart. Je nach Blickrichtung ist die Arbeit „Potentiale“ als geschlossene harmonische Einheit wahrnehmbar, oder aber sie öffnet  sich zu einer lesbaren Information mit Inhalten. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel sind variantenreiche Farb- und Lichtunterschiede wahrnehmbar, die sich in einem facettenreichen Lichtspiel zeigen.



Mitspielen - mit spielen

Von der Antike bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Olympiade ausschließlich von Männern bestritten. Dies hat sich kontinuierlich geändert. Mehr als 10 000 Athletinnen und Athleten werden bei den olympischen Spielen 2008 in Peking antreten. „0ne world one dream,“ der Slogan dieser Olympiade ist der Grundgedanke für die Arbeit „Mitspielen-mit spielen.“ So treffen sich schwarze und weiße kleine Bälle auf dem grünen kreisrunden Spielfeld der Bodeninstallation. Die Anzahl der Bälle orientiert sich an der Anzahl der teilnehmenden Athletinnen und Athleten. Die schwarzen Bälle symbolisieren 10% der männlichen Teilnehmer der Spiele, die weißen 10% der Weiblichen. In der Anfangsformation sind die Bälle nach yin und yang geordnet. Die beiden Begriffe stammen aus der chinesischen Philosophie. Sie sind insbesondere im Daoismus von großer Bedeutung. Bei Yang handelt es sich um das Prinzip der Sonne, bei Yin um das Prinzip des Schattens. Die Übergänge sind fließend. Yin und Yang ergänzen und bedingen einander. Im Laufe der Ausstellung werden im Ausstellungsraum Ventilatoren aufgestellt. Der Radius der ursprünglich engen Kreisform wird erweitert. Das Spiel beginnt. Die Bälle fangen an sich zu bewegen. Sie spielen ein Spiel mit gleichberechtigten Partnerinnen und Partnern auf einer Ebene. Alles ist in Bewegung das Ende ist offen. „Mitspielen- mit spielen“
Anne Berlit 2008
kreisrunde grüne Bodenfläche aus Holz Durchmesser 260cm ca. 1200 schwarze und weiße Holzkugeln, Antriebsmotor



Lichtkreisel „Leichte Seelen“

Wer durch den Haupteingang des neu sanierten Diakoniegebäudes kommt, wird durch die leichten, sich sanft bewegenden "Lichtkreisel" im Haus schon von außen willkommen geheißen. Etwa 30 an feinen Metallfäden hängende, leuchtende, kreisrunde mit unterschiedlichen Gelbtönen beschichtete Aluminiumzylinder (30 bis 40 cm Durchmesser, Wandtiefe 6 bis 10 cm) schaffen beim Betreten des Gebäudes eine harmonische warme Atmosphäre. Die "Lichtkreisel" verbinden die Stockwerke miteinander und setzen einen vertikalen Akzent im horizontal ausgerichteten Gebäude. Das Mobile kommuniziert mit den an der Wand installierten Polaron Wandleuchten, die als Aufbauleuchten aus der Wand hervortreten in der Wand einen gelben Leuchtkreis zeichnen.


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